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Projekte - Schulprojekte

2006 - Kultursekretariat Gütersloh, Kultur und Schule,
Martin-Luther-King-Gesamtschule, Ratingen

2007 - Jugendkulturjahr Ratingen, „der Fremde Blick, jugendliche Outsider“
Helen-Keller-Schule, Ratingen

2008/2009 - Landesprogramm Kultur und Schule,
Helen-Keller-Schule, Ratingen

2008/2009 - Programm Jugend, Kultur und Schule der Landeshauptstadt Düsseldorf,
GS Ferdinand-Heye-Schule, Düsseldorf

2009/2010 - Landesprogramm Kultur und Schule,
Helen-Keller-Schule, Ratingen

2009/2010 - Programm Jugend, Kultur und Schule der Landeshauptstadt Düsseldorf,
Dumont-Lindemann-Schule, Gemeinschaftshauptschule Düsseldorf

2010/2011, Landesprogramm Kultur und Schule, Erich-Kästner-Schule, Mettmann

2010/2011 Programm, Jugend Kultur und Schule der Landeshauptstadt Düsseldorf,
Alfred-Adler-Schule, Schule für Kranke, Düsseldorf


"Farbenfroh

Schüler der Martin-Luther-King Gesamtschule gestalten im Pädagogischen Zentrum der Schule ein Überdimensionales Wandbild. Das Künstlerpaar Dreier & Hanousek hilft dabei.
Von Jennifer Bernkopf

Wandbild, 1. Stadium   Wandbild, 2. Stadium   Wandbild, 3. Stadium   Fremde Welten - vertraute Orte
Wandbild, 1. Stadium   Wandbild, 2. Stadium   Wandbild, 3. Stadium   Fremde Welten

Ratingen West. Schon wenn die Besucher der Eingangshalle der Martin-Luther-King-Gesamtschule betreten, fällt der Blick auf das große leuchtende Bild an der rechten Wand. „Fremde Welten – vertraute Orte“ so heißt das Thema, zu dem sich acht Jugendliche seit etwa einem Monat Gedanken machen. Einmal in der Woche für 3 Stunden malen die Acht-, Neunt- und Zwölftklässler an der sechsmal anderthalb Meter großen Gipswand. Das Künstlerpaar Petra Dreier und Michael Hanousek hilft ihnen dabei. Angefangen hat alles mit der Idee aus dem Kultursekretariat NRW Gütersloh: „Kultur und Schule“ hieß das Vorhaben.

Arbeit ja, Noten nein
Die acht Schüler kommen jede Woche wieder gerne, obwohl es keine Noten gibt. „Es macht viel Spaß und man kann dabei auch noch etwas lernen“ erzählt Alexander (13). „Es ist nicht wie im normalen Kunstunterricht. Im Unterricht malt man immer nach Plan, das Wandbild ist offener angelegt“, sagt Kunstlehrerin Sabine Karbach. „Deshalb wünsche ich mir, dass so etwas noch mal zustande kommt.“ Auch Anton (16), einer der Künstler, wünscht sich das Projekt für das nächste Jahr wieder. „Ich male in meiner Freizeit selber, aber ein Gemeinschaftsprojekt ist etwas anderes, es ist spannend, was die anderen dazu beitragen.“

Dass den Jugendlichen die Arbeit Spaß macht, kann man am farbenfrohen Bild sehen. Jeden Donnerstag, bevor es mit dem malen losgeht, gibt es erstmal eine Besprechung. Das Bild aus Acrylfarbe wird genau unter die Lupe genommen. Die Künstler erklären, wo noch etwas verbessert werden kann und welche Techniken angewendet werden können. „Das Bild hat einen prozesshaften Charakter, es entwickelt sich von Woche zu Woche“, so Michael Hanousek. „Es war uns wichtig, bevor wir angefangen haben, das Thema genau zu besprechen, schließlich hat jeder andere Vorstellungen über fremde Welten und vertraute Orte.“ Petra Dreier fügt hinzu: „Das Bild ist im Dialog mit den Schülern entstanden.“

Rheinische Post Ratingen, 23. September 2006


"Der fremde Bick, jugendliche Outsider"

Ein Malprojekt im Rahmen des Jugendkulturjahres 2007 in Ratingen. Eine dreiteilige  Wand (ca. 8 x 2 Meter) im Treppenhaus der Helen-Keller-Schule in Ratingen sollte von den Jugendlichen selbst gestaltet werden.

auf Inspirationssuche   in Aktion   die Farbfindung   Fremde Welten - vertraute Orte
auf Inspirationssuche   in Aktion   die Farbfindung   Bildbesprechung
             
Atemholen   Stärkung muss sein   Wasser in der Wüste   Malerschicksal
Atemholen   Stärkung muss sein   Wasser in der Wüste   Malerschicksal
             
Weltreise
    fertiges Bild: 'Farben und Kontinente'  

Bei den Jugendlichen handelte es sich um geistig behinderte Menschen im Alter zwischen 18-21 Jahren. Da die Helen-Keller-Schule einen großen Wert auf Ausübung von handwerklichen Tätigkeiten mit künstlerischem Anspruch legt, konnten wir von einer sehr spannenden und lustvollen Zusammenarbeit ausgehen.

Der bildnerischen Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen ging ein Brainstorming voraus, das die Bildideen bündelte. Danach versuchten wir, einige gestalterische Merkmale zu besprechen, die eigenschöpferisch, mit einem großen Raum an Improvisation, umgesetzt werden sollten.

Das fertige Wandbild ist 16-teilig, d. h., dass jeder Teilnehmer eigenverantwortlich zwei Leinwände gestaltete, wobei das Einzelne durch das Zusammenfügen ein Ganzes bildet.

Das Projekt hatte das Ziel:

  • jedem Teilnehmer Wege in eigenes Schöpfertum aufzuzeigen und ihm einen Gestaltungsraum für die Freisetzung seiner inneren Bilder anzubieten.
  • einen Raum zu schaffen, in dem Jugendliche, die „anders funktionieren“ als die Gesellschaft es erwartet, Rückhalt erfahren und gleichzeitig gestalterisches     Selbstbewusstsein entwickeln können.
  • geistig behinderten Jugendlichen den Eindruck vermitteln, dass sie jeden einzelnen „Bildschritt“ selbstständig  gehen, sich ausdrücken können und durch das             „bildnerische Sprachrohr“ Gehör und Anerkennung finden.
  • ein Forum für Outsider zu schaffen.

2008/2009 Hellen-Keller-Schule, Ratingen, "Freundschaft und Liebe"

Nils Orchester   Jens Farbdschungel   Kevins Wildkatze   Christophers Strandbar
Nils Orchester   Jens Farbdschungel   Kevins Wildkatze   Christophers Strandbar
             
Stolze Präsentation   Adrians Rapper   Hochzeitspaare   Eduards Liebespaar
Stolze Präsentation   Adrians Rapper   Hochzeitspaare   Eduards Liebespaar

Die Arbeiten des Malprojekts der Helen-Keller-Schule entführen in eine bezaubernde Welt der Freundschaft und Liebe. Das Projekt gibt Schülern mit Behinderung den Raum, ihrer eigenen Sicht von Männern und Frauen, von Liebe und Freundschaft künstlerisch Ausdruck zu verleihen und einer Öffentlichkeit zu präsentieren… Im Vordergrund stand die freie schöpferische Arbeit, kein schulisches lernen. In diesem Projekt fand jeder mit den ihm gemäßen Fähigkeiten seinen Platz. Die Jugendlichen schufen verliebte Collagengesichter, Menschen mit Luftballons im Bauch, Vampire und schöne Frauen sowie expressive Interpretationen berühmter Paare der Kunstgeschichte. Ausdruck von Liebe ist nicht nur Thema der Bilder, auch die Liebe zum Malen ist jedem der Bilder anzusehen.
(Aus „Vampire, Bräute und coole Typen“ von Irit Bahle, Rheinische Post Ratingen, März 2009)


2008/09 - GS Ferdinand-Heye-Schule, Düsseldorf; Tiere und Muster

in Aktion 1   in Aktion 2   stolze Präsentation   Tiere und Muster
in Aktion 1   in Aktion 2   stolze Präsentation   Tiere und Muster

Eine gepunktete Giraffe neben einem grünen Salamander, rosa Flamingos, springende Delfine, ein rotes Seepferdchen und farbenfrohe Ornamente schmücken die neu gestaltete Wand im Innenhof der Ferdinand-Heye-Grundschule. Acht Schüler der dritten Klasse malten ihre Lieblingstiere auf den grauen Beton und verwandelten die einst triste und marode Wand in eine Welt, in der Heiterkeit, Poesie und der Glaube an das Gute noch ihren Platz haben.


2009/2010 Helen-Keller-Schule Ratingen, „Gefühle“

Tiere   Fabians Gewitter   Jens Dino   Sercans Farbsturm
Tiere   Fabians Gewitter   Jens Dino   Sercans Farbsturm
             
Dennis Sushi-Schiene   Leas Hannah Montana   Simons Landschaft   Tims Feuerwerk
Dennis Sushi-Schiene   Leas Hannah Montana   Simons Landschaft   Tims Feuerwerk

…am Anfang hatten die Kinder – alle im Alter zwischen zwölf und 13 Jahren – noch Respekt vor den großen Formaten und den unterschiedlichen Maluntergründen. Was das Ehepaar am meisten überraschte: Sie hatten Angst vor Farbe. Schwierig sei vor allem gewesen, dass man teilweise nonverbal kommunizieren musste, da es Teilnehmer gab, die mehrfach schwerstbehindert und ohne Sprache seien, erklärte Dreier. Tim Wiese war einer von ihnen. So verschlossen er auch anfänglich wirkte, so explosiv und farbgewaltig waren dafür seine gegenstandslosen Kunstwerke, die er bei der Vernissage präsentierte.

Jedes der ausgestellten Werke spiegelt seinen Maler wider. Lachende Giraffen, Drachen, Selbstporträts, Collagen und Fotografien beeindruckten nicht nur Eltern, Lehrer und Betreuer, sondern auch die Klassenkameraden. David Kuhlmann, ein großer Bob Marley- Fan, porträtierte beispielsweise sein Idol. Er skizzierte aber noch etwas viel Beeindruckenderes, seinen Lebenswunsch – in Form einer eigenen Würstchenbude – später einmal ein selbstständiges Leben führen zu dürfen in einer Gesellschaft, die ihn so akzeptiert, wie er ist.

(Aus „Kunst der kreativen Köpfe“, von Melanie Meyer, Rheinische Post Ratingen, Juli 2010)


2009/2010 Dumont-Lindemann-Schule, Gemeinschaftshauptschule Düsseldorf,
„Heimat; vom Weggehen, Ankommen und Zuhause sein“.
Ein Malprojekt für SchülerInnen mit und ohne Migrationshintergrund

Zuhause   Segel setzen   Grenzenlos   Alles hat seine Zeit
Zuhause   Segel setzen   Grenzenlos   Alles hat seine Zeit
             
Zwischen den Welten   Flursituation   mit den Teilnehmern    
Zwischen den Welten   Flursituation   mit den Teilnehmern    

Bei der Frage, wie gesellschaftliches Miteinander von „Mehrheiten“ und „Minderheiten“ praktiziert und gefördert werden kann, spielt das bildnerische Denken eine wesentliche Rolle. Im bildnerischen Tun können Konflikte und Wünsche benannt werden, können Bilder Schnittstellen sein für eigenes und fremdes „Erkennen“ bzw. „Erleben“ (Identitätsbildung) und auch der Gewaltprävention dienen. So bildeten in diesem Kunstprojekt Wünsche, Sehnsüchte und Erinnerungen, oder auch Pläne den Antrieb für die Entstehung von Bildern, die die privaten, öffentlichen, wissenschaftlichen, religiösen, oder naturnahe Räume als Orte beschrieben, zu denen man aufbrechen, gelangen und Zuhause sein möchte.


2010/2011, Landesprogramm Kultur und Schule, Erich-Kästner-Schule, Mettmann

Bild 1   Bild 2   Bild 3   Bild 4
Bild 1   Bild 2   Bild 3   Bild 4

„Dieser lange Gang war früher nichts Besonderes“ beschreibt Schulleiterin Anne Dore Lange-Hochgesand die inzwischen kunstvoll bemalte Fläche… Die Schüler haben verschiedene Aspekte zum Thema „Liebe und Freundschaft“ dargestellt…Gemalte Postkarten mit exotischen Motiven thematisieren Freundschaften über Grenzen hinweg…Aber Liebe birgt auch Gefahren: ein trojanisches Pferd symbolisiert Verrat, die Schlange Verführung. Kurze Texte regen zum Nachdenken an…Die 45 Meter lange und 3 Meter hohe Wand war eine Herausforderung…Das Ergebnis ist ein gut gemalter, fröhlicher Bilderzyklus, der für ein harmonisches Miteinander wirbt.
(aus „Wandschmuck für die Erich-Kästner-Schule“ von Ulla Pantel, Rheinische Post Mettmann, April 2011)


2010/2011 Programm, Jugend Kultur und Schule der Landeshauptstadt Düsseldorf,
Alfred-Adler-Schule, Schule für Kranke

Bild 1   Bild 2   Bild 3   Bild 4
Bild 1   Bild 2   Bild 3   Bild 4

Die Räume der Alfred-Adler-Schule auf dem Gelände des LVR-Klinikums Grafenberg sind bunt geschmückt: 17 große Leinwände und viele weitere Bilder auf Pappe mit bunten und abstrakten Motiven zieren die Wände… Die Alfred-Adler-Schule ist eine Förderschule, die psychisch erkrankte Kinder für die Dauer ihres Aufenthaltes im LVR schulisch betreut. Das Kunstprojekt war daher etwas ganz besonderes für die Schüler, Lehrer und Künstler: „Am Anfang war ich etwas verunsichert, aber dann hat es Spaß gemacht, die Phantasie spielen zu lassen“, erzählt ein Schüler…Stolz sind die Künstler und Lehrer auch auf die Entwicklung der Schüler. Während anfangs noch die Farbe schwarz die Bilder dominierte, wurden sie mit der Zeit bunter.
(aus „Kunstprojekt für erkrankte Kinder“,  Rheinische Post Düsseldorf, Juli 2011)

 

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